Gläsernes Backhaus Rischart
Zum Tod von Uwe Kiessler am 29.Juli 2025, sein Gläsernes Backhaus für Rischart 1983 muss erhalten bleiben!
Das Gläserne Backhaus Rischart wurde mehrfach mit den wichtigtsten Architekturpreisen ausgezeichnet, steht im Herzen des Gärtnerplatzviertels und für den "Lebensraum Stadt"! Wichtig waren für Architekt und Bauherrn neben der Transparenz in der Architektur die kurzen Wege zwischen Wohnen und Arbeiten. Das Konzept sicherte die innerstädtische Nahversorgung mit Brot für die Münchner. Nachts wurde gebacken und in der Früh musste das Brot zum Verkauf im Laden sein. Mit langen Anfahrtswegen aus dem Münchner Umland war dies nicht zu schaffen. Fast selbstverständlich fügte sich in diesen hohen handwerklichen, architektonischen und sozialen Anspruch die Kunst ein mit der RischArt.
In der db deutsche Bauzeitung 09/2006 schreibt Ira Mazzoni: „Der BDA Bayern lobte die leichte Hinterhofbebauung 1983 als »Bekenntnis zur Lebendigkeit der Stadt und zur Befriedung ihrer Gegensätze«. Selbstverständlich war die neue Shedhalle den Preis des Deutschen Stahlbaus 1984 wert. Auch er zeichnete die Entscheidung des Bauherrn Müller-Rischart aus, seine neue Bäckerei mitten in der Stadt und nicht auf der grünen Wiese anzusiedeln: »Ein zweiter Hinterhof – dunkel und von Brandwänden umgeben, von allen Seiten ›Rückseite‹ – wurde gelichtet, ein Hinterhaus saniert«, kennzeichnete die Jury die außergewöhnliche Situation. Im selben Jahr gab es dann noch eine Anerkennung im Rahmen des Mies van der Rohe Preises. Bei der Ausstellung der Bundesarchitektenkammer »Lebensraum Stadt« gehörte die gläserne Bäckerei 1985 zu den prominenten Beispielen. Heute fehlt das versteckte Bauwerk in keinem Architekturführer Münchens und Bayerns und ist aktueller denn je. Denn die Ansiedlung von Gewerbe am Rande der Stadt hält unvermindert an; produzierende Betriebe mitten in gewachsenen Wohngebieten sind rar.“
Gläsernes Backhaus Rischart - Fotos
Gläsernes Backhaus Rischart - Video
Gefährdung
Seit April 2025 steht das Gläserne Backhaus in der Buttermelcherstraße 16 leer.
Sascha Karowski schrieb am 22.20.2022 im Münchner Merkur "Rischart-Haus in München: Stadt kauft Backstube für 87 Millionen Euro – „Der Spekulation entzogen“. Der Landeshauptstadt München gehörte bereits das Nachbargrundstück, nun sollen in der Buttermelcherstraße Wohnungen entstehen.
Rischart hat an der Theresienwiese für seinen Betrieb einen Neubau errichtet. Das Neue Gläserne Backhaus an der Theresienwiese.
Uwe Kiesslers Name und Werk steht wie kein anderer für Umbau und Sanierung statt Abriss. Das Denkmalnetz Bayern fordert den Erhalt und die Sanierung dieses auch heute bedeutenden Lebensraums für das Stadtviertel und ganz München.
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