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EU-Förderung für gemeinsame Geschichtskultur

Die Europawahlen sind vorbei, aber die Gemeinsamkeiten in Europa müssen noch stärker werden. Die Europäische Kommission hat deswegen im letzten Jahr die Förderinitiative „Europe for Citizens" zur Stärkung der Bürgerbeteiligung in der EU neu aufgelegt.

Die Initiative und die damit verbundene finanzielle Förderung dient dazu,
  • zum Verständnis der EU, seiner Geschichte und Vielfalt beizutragen,
  • die europäische Staatsbürgerschaft zu fördern und die Grundlagen für bürgerschaftliche und demokratische Teilhabe auf EU-Ebene zu verbessern,
  • die Aufmerksamkeit gegenüber Erinnerung, gemeinsamer Geschichte und geteilten Werten zu steigern
  • und die Bürgerinnen und Bürger zu demokratischer Teilhabe auf EU-Ebene zu ermutigen, indem das Verständnis für die politischen Prozesse gestärkt und Möglichkeiten für gesellschaftliches und interkulturelles Engagement auf EU-Ebene ausgebaut werden.

Dieser Aspekt des Förderprogramm ist im Gegensatz zum Austauschprogramm für Studenten „ERASMUS“  weithin unbekannt, obwohl es bereits 2006 startete. Es dient dazu, Projekte zur Kooperation von Städten und Organisationen (Initiativen) in Europa grenzüberschreitend finanziell zu fördern. Die Förderziele eröffnen auch Initiativen aus dem Bereich des bürgerschaftlichen Engagements für das baukulturelle Erbe Aussichten auf Unterstützung.

Europäische Förderung zu beantragen, ist nicht einfach. Sind die Vorteile einer europaweiten Kooperation aber einmal fühl- und erfahrbar geworden, nimmt der Wettbewerb um die Fördermittel zu. Zur Unterstützung nationaler Initiativen gibt es daher in allen Ländern Kontaktstellen, die den Antragstellern beratend unter die Arme greifen und über Kontaktbörsen auch Projektpartner in anderen Ländern vermitteln. In jedem Fall ist es empfehlenswert, möglichst frühzeitig mit der Kontaktstelle zu sprechen und sich beraten zu lassen. Eine Einreichfrist für Förderanträge gibt es ebenfalls: Die nächste ist der 1. März 2015
 
„Europe for Citizens“ wird in Brüssel von der EACEA „Education, Audiovisual and Culture Executive Agency“ verwaltet. Mehr Infos hier.
 
Die Kontaktstelle Deutschland „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ (KS-EfBB) ist bei der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. angesiedelt. Die Website enthält auch nützliche Links und ein Forum zur Kooperationspartnervermittlung.
 
Eine Liste der ausgewählten Projekte der letzten Runde findet sich hier zum Download (pdf).

Veröffentlicht am: 16.08.2014