Bamberger Familie erhält am 6. August 2015 den Denkmalpflege-Preis der Oberfrankenstiftung

Am 6. August 2015 erhält Familie Vetterling den renommierten Denkmalpflegepreis der Oberfrankenstiftung. Sie hat in vorbildlicher äußerst behutsamer Weise ihr 500 Jahre altes Wohnhaus im Berggebiet restauriert und damit einen Kontrapunkt zu weiteren umstrittenen  Maßnahmen in Bamberg (Villa Schröppel, Anwesen Nürnberger Straße) gesetzt.

Das restaurierte Anwesen wird im Denkmalatlas wie folgt beschrieben:

"Wohnhaus, zweigeschossig, mit massivem Erdgeschoss und Fachwerkobergeschoss, verputzt, zur einen Seite steil abgewalmtes Satteldach mit Halbwalm zur anderen Seite, im Kern 1506/07 (dendrochronolgisch datiert), Umbauten 1791 und 19. Jh., rückwärtiges zweigeschossiges Seitengebäude, Fachwerk mit Pultdach, 1869".

Zusätzlich werden als Bodendenkmal genannt „Untertägige Siedlungsteile des Mittelalters und der Neuzeit der Bamberger Altstadt im Bereich der Immunitäten von St. Michael, St. Jakob und St. Theodor" und die Lage des Grundstücks im Ensemble Altstadt Bamberg.

Der selbständige Archäologe schildert seine Herangehensweise: "Wir passten uns dem Haus an, nicht umgekehrt. Wir beließen den historischen Raumzuschnitt, die kleinen bis winzigen Fenster, die alten Türen mit einfachen Beschlägen und Riegeln, legten alte Holz- und Steinböden frei, freuen uns über das Licht- und Schattenspiel, das die unebenen, mit Kalkfarben verputzten Wände erzeugen. Und wir arrangierten uns eben auch mit den alten Türstöcken".

Ausführlich berichtet die Tageszeitung Fränklischer Tag unter
http://www.infranken.de/regional/bamberg/Bamberger-Familie-erhaelt-Denkmalpflege-Preis-der-Oberfrankenstiftung;art212,1150346

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Bamberg im Denkmalnetz

Veröffentlicht am: 05.08.2015