Chronistin der Nachkriegsarchitektur: Sigrid Neubert

Ob Wohnhaus oder Vierzylinder, in den 1960er und 70er Jahren liesen Architekten ihre fertiggestellten Gebäude von Sigrid Neubert fotografieren. Ihre hochrangigen Schwarz-weiß-Aufnahmen wurden zu einer Chronik der – noch nicht immer ausreichend gewürdigten – spätmodernen Architektur in Bayern. Zur Zeit sind ihre Bilder im Lechner-Museum, Ingolstadt zu sehen. Ein Nachruf für die nun im Alter von 91 Jahren verstorbene Fotografin Sigrid Neubert ist in der SZ  vom 17.10.2018 zu finden: https://www.sueddeutsche.de/kultur/nachruf-kunst-der-raumdeutung-1.4172219 ...mehr

München: Starnberger Flügelbahnhof – Auslage vorhabensbezogener Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren

Bekanntlich planen die Stadt München und die Bahn gemeinsam die Ersetzung des bisherigen Hauptbahnhofs und des Starnberger Flügelbahnhofs durch ein viel kritisiertes Milliardenprojekt. „Ein Mega-Projekt, das mindestens doppelt so viel kostet wie Stuttgart 21“, so DB-Bauvorstand Rolf Reh. Nun liegt vom 15.10. bis 15.11.2018 der vorhabensbezogene Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren aus. ...mehr

"Für die Hupfla in Erlangen ist es fünf vor zwölf"

Abrisspläne für die historische Heil- Und PFLegeAnstalt (Hupfla) in Erlangen.

Mit 166 m  Länge soll ein massiver und intakter Baukörper aus der Gründerzeit (1879), der sich an florentinische Renaissancepalais orientiert, einem bevorzugten Baustil Kg. Ludwig I, einem Neubau des Max-Planck-Institutes weichen, obwohl er als Baudenkmal eingetragen ist! ...mehr

"Unbedingt erhaltenswert" – Villa in München-Solln soll einem Neubau weichen

"Bündnis Garstenstadt München, das Denkmalnetz Bayern und das Münchner Forum Lebenswertes München haben einen gemeinsamen Appell an die Führung der Evangelischen Landeskirche gerichtet, von einem Abbruch der Villa .... abzusehen". ...mehr

Rettet die Erlanger Hupfla vor dem Abriss

Abrisspläne für die historische Heil- Und PFLegeAnstalt (Hupfla)

Erlangen, Schwabachanlage 10, ehemalige "Kreisirrenanstalt" bzw. "Heil- und Pflegeanstalt"

Psychiatrische Kliniken gehören, trotz der für heutige Auffassung anfänglich mitunter unmenschlichen Behandlungsmethoden zu den sozialen und medizinischen Errungenschaften des 19. Jahrhunderts. Im jungen bayerischen Königreich wurden sowohl ehemalige Klöster zu „Kreisirrenanstalten“ umgenutzt als auch Neubauanlagen errichtet. In den 1940er Jahren waren die, seit dem frühen 20. Jahrhundert sog. Heil- und Pflegeanstalten (im Volksmund „Hupfla“), auch Täterorte der perfiderweise sogenannten Euthanasie als Teil des nationalsozialistischen Rassenwahns.

Historische psychiatrische Klinikbauten sind somit bauliche Zeugnisse der Sozial- und Medizingeschichte, wie auch Mahn- und Erinnerungsorte für die Opfer des Nationalsozialismus, deren Erhalt im (besonderen) öffentlichen Interesse liegen muss.

Zu den frühen baulichen Zeugnissen der wechsel- wie unheilvollen Geschichte psychiatrischer Kliniken gehört die 1846 eröffnete Anlage in Erlangen. Ursprünglich als kreuzförmige Bauform gestaltet, ist ein bedeutender historischer Restbestand aus der Zeit König Ludwig I. überliefert. Der unter Denkmalschutz stehende, über 160 m lange verbliebene Nordflügel, ein zwei- bzw. dreigeschossiger Sandsteinquaderbau mit Walm- und Satteldächern, Mittel- und Seitenrisaliten sowie zwei Eckpavillons, soll nun (teil-)abgebrochen werden.

Das Denkmalnetz Bayern schließt sich dem Aufruf der Heimatpfleger an und setzt sich für den vollständigen Erhalt des (in Nutzung befindlichen) Baudenkmals, nicht zuletzt als Mahn- und Erinnerungsort für die Greueltaten des Nationalsozialismus ein.

s.a. Denkmalatlas: http://geoportal.bayern.de/bayernatlas-klassik/in6CPq2lu51P-QQjDmLXuQgNpOJAB0q41OOkX6gR9RuopLktQi6jAC1Q1mDHNTVLzQ_hcTk0uj6GYc2EzMMEZF5GEjfIWZkxVbEOAYxxClEPwXqIR4efJXA_lOcxxDC-/in6a0/41O31/xVbd3

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"Solch ein Tafelsilber darf man nicht verschenken" – Das Verstärkeramt in Kochel

Das ehemalige Verstärkeramt in Kochel sollte einem Neubau weichen. Engagierten Bürgerinnen und Bürgern ist es mit einer Petition beim Bayerischen Landtag gelungen, dass das Gebäude in die Denkmalliste aufgenommen wurde. ...mehr

"Gemeinsam gerettet" – Einblicke hinter die Kulissen einer erfolgreichen Sanierungsgeschichte

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Ortstermin. Aktiv für Bayerns baukulturelles Erbe" waren Bündnismitglieder am 21. September in Sittenbach, Landkreis Dachau, und in der Stadt Dachau. ...mehr

Werk des Architekten Josef Wiedemann (München, Kaufhof am Marienplatz), Leser

SZ NR. 173, Montag 30. JULI 2018 "DENKMALLISTE WIRD LÄNGER" (LOKALTEIL MÜNCHEN) Die SZ berichtet über die Aufnahme weiterer Bauten des Münchner Architekten und... ...mehr

Jugenddenkmalpreis der Dr. Erich und Elisabeth Schosser-Stiftung 2018

Drei Schulen wurden mit dem Jugenddenkmalpreis der Dr. Erich und Elisabeth Schosser-Stiftung für vorbildliche Projekte ausgezeichnet: Grundschule München-Berg am Laim / Paul-Klee-Gymnasium Gersthofen, Landkreis Augsburg / Montessori-Zentrum Nürnberg ...mehr

"Neubau statt Sanierung" – Das Verstärkeramt in Kochel soll einem Neubau weichen

Das Verstärkeramt in Kochel soll einem Neubau weichen, das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. ...mehr