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Tag des offenen Denkmals lockt am Sonntag mit „Holz.Wunder.Welten“

04.09.2012: „Holz.Wunder.Welten“ heißt das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals am kommenden Sonntag, den 9. September 2012. Bayernweit dreht sich wieder alles um die Zeugnisse der Geschichte im Land. Viele Denkmäler, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind, können besichtigt werden. Was es in Ihrer Region zu entdecken gibt, finden Sie auf der Webseite zum Tag des offenen Denkmals.

Auch Initiativen aus dem Denkmalnetz Bayern beteiligen sich. So ermöglicht der Heimatverein Krumbach (Schwaben) in Zusammenarbeit mit der örtlichen Pfarrgemeinde die Besichtigung des Glockenturms sowie des Dachstuhls der Kirche von St. Michael (mit fachkundiger Führung, von 14 bis 17 Uhr).
 
Die Bürgervereinigung Obermenzing e.V. bietet eine Führung durch den historischen und fachmännisch sanierten Dachstuhl der Kirche St. Wolfgang in Pipping (München) an (14 Uhr, Prof. Johann Wittmann). Nach mehrjähriger Sanierung, die von der Bürgervereinigung maßgeblich vorangetrieben und durch Spendengelder unterstützt wurde, steht das 1480 geweihte Gotteshaus für kirchliche Zwecke mittlerweile wieder offen.
 
Einen Stadtrundgang durch die Eichstätter Buchtalvorstadt und Teile des Stadtzentrums kann man mit dem Jurhaus-Verein unternehmen (15 Uhr, Treffpunkt: Einfahrt Waisenhaus-Parkplatz Ostenstraße / Kapuzinergasse, ca. 1,5 Std.). Unter anderem wird der Dachstuhl eines instand gesetzten ehemaligen Stadels gezeigt. Auch das Innenleben des Hauses Rotkreuzgasse 17, das derzeit vom Jurahausverein saniert wird, um nach Fertigstellung ein Jurahaus-Ausstellungszentrum und die Vereinsgeschäftsstelle aufzunehmen, wird besichtigt.
 
Ebenfalls in Eichstätt entführt der Jurahaus-Verein „ins Paradeis“ und zeigt die gleichnamigen Häuser, die im Kern vor 700 Jahren errichtet wurden (10:30 Uhr, Treffpunkt: Vor dem „Paradeis“, Eichstätt, Am Marktplatz). Sie wurden in einer inzwischen mehr als 20 Jahre zurückliegenden spektakulären Instandsetzungsmaßnahme vor dem drohenden Abriss gerettet. Anfangs belächelt, wurden die hoch bedeutenden Baudenkmäler mit dem Denkmalpreis der Hypo-Kulturstiftung und der Europa-Nostra-Auszeichnung bedacht. 
 
Im Mittelpunkt einer Führung in Freising steht das Chorgestühl des Freisinger Domes (16 Uhr, Treffpunkt: Am Domplatz). Es wird sowohl auf die ursprüngliche Größe und Ausstattung des 1488 aufgestellten, heute jedoch nur mehr in Teilen erhaltene Meisterwerks als auch auf dessen Veränderungen in späteren Jahrhunderten eingegangen. Miteinfließen werden die Erkenntnisse der jüngsten Restaurierung.
 
Der Heimatverein ad honorem Sittenbach weist auf das renovierte Geburtshaus von Bischof Neuhäusler in Eisenhofen (Gde. Erdweg) im Landkreis Dachau hin, ein Bauernhaus, das im Kern aus dem 18. Jahrhundert stammt und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausgebaut wurde. Das sonst nicht geöffnete Privathaus kann von 10 bis 16 Uhr bestaunt werden.
 
Auch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege öffnet sein Dienstgebäude, die Alte Münze in München mit ihrem Renaissanceinnenhof (10 bis 16 Uhr). Besuchen Sie dort die Projektwerkstatt Archäologie oder die Ausstellungen „Holzstadt München – Au, Haidhausen, Giesing“ und „Archäologie im Experiment“.
 
Auf dem Klosterberg in Thierhaupten öffnen das „Fortbildungs- und Beratungszentrum für Denkmalpflege – Bayerisches Bauarchiv“ und das Labor für Dendrochronologie für
Besucher. In der Zeit von 10 bis 16 Uhr kann man dort die naturwissenschaftliche Seite der Denkmalpflege erleben oder durch Bayerns größte Sammlung historischer Bauteile wandeln.
 
Eröffnet wird der Tag des offenen Denkmals um 11 Uhr in der Stadthalle Bayreuth.
 

Veröffentlicht am: 04.09.2012