Neuer Kommentar zum Bayerischen Denkmalschutzgesetz erschienen

06.12.2018: Am 2. November 2018 ist der neue Kommentar von Bündnismitglied Dr. Dieter Martin zum Bayerischen Denkmalschutzgesetz erschienen. Er ist Initiator des Portals Denkmalrecht in Deutschland auf der Seite von denkmalnetzbayern.de, das nach aktuellem Stand über 1500 Entscheidungen und Dokumente zum deutschen Denkmalrecht enthält. ...mehr

"Denkmalschutz verhindert..." oder ein Wunsch zum "Tag des Ehrenamtes"

05.12.2018: Pünktlich zum "Tag des Ehrenamtes" am 6. Dezember titelte die Süddeutsche Zeitung in der Wochenendausgabe vom 1./ 2.12.2018. "Gegen die Wand. Der Denkmalschutz verhindert eine meterhohe Mauer am Hofgarten mit den Namen von Münchnern, die von den Nazis ermordet wurden." ...mehr

Capriccio-Beitrag zum Schloss Nymphenburg und Biotopia

05.12.2018: Leider trägt der Capriccio-Film vom 27.11.2018 nicht zum besseren Verständnis der Schlossanlage Nymphenburg bei. Die Bürgerinitiative hilft da gerne. https://www.br.de/mediathek/video/biotopia-die-metamorphose-des-museums-mensch-und-natur-av:5bfd7d25f7f6840018b8c54e ...mehr

München, evang. Pfarrkirche St. Lukas, Verlust der ursprünglichen Raumgestaltung und Ausstattung

22.11.2018: Die 1896 geweihte St. Lukas-Kirche gehört zu den bedeutendsten historistischen protestantischen Sakralbauten in Bayern. Die weitgehend überlieferte ursprüngliche Ausstattung und damit die Raumwirkung soll nun zugunsten eines "Event-Raumes" mit dem Segen der Denkmalpflege verändert werden..  ...mehr

"Schutzwall ums Schloss"

05.11.2018: Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "denkmal Kontrovers. Denkmalschutz versus moderne Architektur – eine Grundsatzentscheidung" am 18. Oktober 2018 im Johannissaal im Schloss Nymphenburg diskutierten Befürworter und Gegner über Bauen im historischen Kontext am Beispiel des Museums BIOTOPIA in Schlossensemble Nymphenburg. ...mehr

Chronistin der Nachkriegsarchitektur: Sigrid Neubert

19.10.2018: Ob Wohnhaus oder Vierzylinder, in den 1960er und 70er Jahren liesen Architekten ihre fertiggestellten Gebäude von Sigrid Neubert fotografieren. Ihre hochrangigen Schwarz-weiß-Aufnahmen wurden zu einer Chronik der – noch nicht immer ausreichend gewürdigten – spätmodernen Architektur in Bayern. Zur Zeit sind ihre Bilder im Lechner-Museum, Ingolstadt zu sehen. Ein Nachruf für die nun im Alter von 91 Jahren verstorbene Fotografin Sigrid Neubert ist in der SZ  vom 17.10.2018 zu finden: https://www.sueddeutsche.de/kultur/nachruf-kunst-der-raumdeutung-1.4172219 ...mehr

München: Starnberger Flügelbahnhof – Auslage vorhabensbezogener Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren

16.10.2018: Bekanntlich planen die Stadt München und die Bahn gemeinsam die Ersetzung des bisherigen Hauptbahnhofs und des Starnberger Flügelbahnhofs durch ein viel kritisiertes Milliardenprojekt. „Ein Mega-Projekt, das mindestens doppelt so viel kostet wie Stuttgart 21“, so DB-Bauvorstand Rolf Reh. Nun liegt vom 15.10. bis 15.11.2018 der vorhabensbezogene Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren aus. ...mehr

"Für die Hupfla in Erlangen ist es fünf vor zwölf"

04.10.2018: Abrisspläne für die historische Heil- Und PFLegeAnstalt (Hupfla) in Erlangen.

Mit 166 m  Länge soll ein massiver und intakter Baukörper aus der Gründerzeit (1879), der sich an florentinische Renaissancepalais orientiert, einem bevorzugten Baustil Kg. Ludwig I, einem Neubau des Max-Planck-Institutes weichen, obwohl er als Baudenkmal eingetragen ist! ...mehr

"Unbedingt erhaltenswert" – Villa in München-Solln soll einem Neubau weichen

04.10.2018: "Bündnis Garstenstadt München, das Denkmalnetz Bayern und das Münchner Forum Lebenswertes München haben einen gemeinsamen Appell an die Führung der Evangelischen Landeskirche gerichtet, von einem Abbruch der Villa .... abzusehen". ...mehr

Rettet die Erlanger Hupfla vor dem Abriss

02.10.2018: Abrisspläne für die historische Heil- Und PFLegeAnstalt (Hupfla)

Erlangen, Schwabachanlage 10, ehemalige "Kreisirrenanstalt" bzw. "Heil- und Pflegeanstalt"

Psychiatrische Kliniken gehören, trotz der für heutige Auffassung anfänglich mitunter unmenschlichen Behandlungsmethoden zu den sozialen und medizinischen Errungenschaften des 19. Jahrhunderts. Im jungen bayerischen Königreich wurden sowohl ehemalige Klöster zu „Kreisirrenanstalten“ umgenutzt als auch Neubauanlagen errichtet. In den 1940er Jahren waren die, seit dem frühen 20. Jahrhundert sog. Heil- und Pflegeanstalten (im Volksmund „Hupfla“), auch Täterorte der perfiderweise sogenannten Euthanasie als Teil des nationalsozialistischen Rassenwahns.

Historische psychiatrische Klinikbauten sind somit bauliche Zeugnisse der Sozial- und Medizingeschichte, wie auch Mahn- und Erinnerungsorte für die Opfer des Nationalsozialismus, deren Erhalt im (besonderen) öffentlichen Interesse liegen muss.

Zu den frühen baulichen Zeugnissen der wechsel- wie unheilvollen Geschichte psychiatrischer Kliniken gehört die 1846 eröffnete Anlage in Erlangen. Ursprünglich als kreuzförmige Bauform gestaltet, ist ein bedeutender historischer Restbestand aus der Zeit König Ludwig I. überliefert. Der unter Denkmalschutz stehende, über 160 m lange verbliebene Nordflügel, ein zwei- bzw. dreigeschossiger Sandsteinquaderbau mit Walm- und Satteldächern, Mittel- und Seitenrisaliten sowie zwei Eckpavillons, soll nun (teil-)abgebrochen werden.

Das Denkmalnetz Bayern schließt sich dem Aufruf der Heimatpfleger an und setzt sich für den vollständigen Erhalt des (in Nutzung befindlichen) Baudenkmals, nicht zuletzt als Mahn- und Erinnerungsort für die Greueltaten des Nationalsozialismus ein.

s.a. Denkmalatlas: http://geoportal.bayern.de/bayernatlas-klassik/in6CPq2lu51P-QQjDmLXuQgNpOJAB0q41OOkX6gR9RuopLktQi6jAC1Q1mDHNTVLzQ_hcTk0uj6GYc2EzMMEZF5GEjfIWZkxVbEOAYxxClEPwXqIR4efJXA_lOcxxDC-/in6a0/41O31/xVbd3

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