1. Informationen sammeln

Wer einen Beitrag leisten möchte, dass ein Haus mit Geschichte gerettet wird, sollte am Anfang nach Möglichkeit alle relevanten Fakten zusammentragen.

Historische Gebäude leben von ihrer Geschichte und der Architektur vergangener Zeiten. Das Bayerische Denkmalschutzgesetz gewährt Häusern mit einer „geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen Bedeutung“ gesetzlichen Schutz. Die Geschichte eines Hauses, seine baukünstlerische Gestaltung im Äußeren und Inneren sowie seine Lage im Raum sind also äußerst wichtige Kriterien. Für die Beurteilung und Feststellung der Denkmaleigenschaft ist das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege zuständig.

Überprüfen Sie, ob das Haus bereits in die Denkmalliste aufgenommen wurde, indem Sie es im Bayerischen Denkmal-Atlas suchen, dem Fachportal des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege. Fragen Sie auch bei Experten in Ihrer Region nach: bei Kreis- und Ortsheimatpflegern, Museen, Archiven sowie historisch und denkmalpflegerisch ausgerichteten Vereinen und Initiativen, was sie über das Haus wissen.

Historische Bauakten (in der Regel mit Plänen) sind in den jeweiligen Archiven zu finden, die die Unterlagen der Baugenehmigungsbehörde archivieren. War ein Landratsamt für die Genehmigung zuständig, dann sind die Unterlagen im jeweiligen staatlichen Archiv Bayerns zu suchen, im Fall kreisfreier Städte im jeweiligen Stadtarchiv (ab dem Zeitpunkt der Kreisfreiheit).