Organisation: Wie das Denkmalnetz arbeitet

Die "Verfassung" des Denkmalnetzes Bayern stellt das Statut dar (vom 11. Januar 2013, geändert 25. Mai 2018)

"15 Punkte für eine bessere Denkmalpflege in Bayern"
Das Denkmalnetz Bayern setzt sich für eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Pflege des baukulturellen Erbes ein. In einem Diskussionsprozess mit Experten aus Denkmalpflege, Denkmalrecht und Bürgerinitiativen hat das Denkmalnetz Vorschläge zur Verbesserung der Denkmalpflege und Baukultur in Bayern erarbeitet.

Die Themenvielfalt reicht von Fragen der Bildung und Ausbildung bis zu Anpassungen im Denkmal- und Planungsrecht. Die Liste zeigt, dass die Pflege des baukulturellen Erbes eine Querschnittsaufgabe für viele Akteure darstellt.

Das Denkmalnetz Bayern möchte mit diesen Punkten in einen Dialog mit Akteuren aus Politik und Verwaltung sowie der weiteren Öffentlichkeit treten. Die "15 Punkte" wurden auf dem Jahrestreffen am 29. Oktober 2016 erstmalig öffentlich vorgestellt.

"15 Punkte für eine bessere Denkmalpflege in Bayern" als PDF zum Download

Arbeitskreis

Ein Bündnis braucht die ständige Kommunikation der Teilnehmer. Um innerhalb des Denkmalnetzes Bayern Konsens über Ziele und Vorgehensweisen zu erreichen, trifft sich in regelmäßigen Abständen ein Arbeitskreis. Hier werden regelmäßig die aktuellen Probleme analysiert, Perspektiven entwickelt sowie Ziele und Pläne geschmiedet. Vertreter der Mitgliedsinitiativen können daran ebenso teilnehmen wie Einzelpersonen, die Teil des Denkmalnetzes sind. Kontakt zum Arbeitskreis über kontakt@denkmalnetzbayern.de.

Aus den Reihen des Arbeitskreises haben sich folgende Arbeitsgruppen gebildet:

  • AG Bildung und Schulen
  • AG Denkmalbewusstsein
  • AG Einzelfallberatung
    Geschäftsordnung der AG zum Download
  • AG Gartendenkmal
  • AG Internet
  • AG Landespolitik
  • AG München
  • AG Veranstaltungen
  • AG Veröffentlichungen

Die Arbeitsgruppen stehen allen Interessierten offen, bitte um Kontaktaufnahme unter kontakt@denkmalnetzbayern.de

Sprecher

Gegenüber der Öffentlichkeit vertreten die Sprecher das Bündnis. Sie kommunizieren mit der Öffentlichkeit, mit der Presse, mit Interessenten und Bündnismitgliedern. Bei den Sprechern laufen alle Informationen zusammen, sie sind der zentrale Knotenpunkt im Denkmalnetz.

Geschäftsstelle

Als Geschäftsstelle des Denkmalnetzes dient der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V., der selbst Bündnisteilnehmer ist. Stephanie Heyl kümmert sich dort um alle Anliegen rund um das Denkmalnetz.

Perspektiven

Um stets auf die Herausforderungen der Zeit reagieren zu können, soll das Denkmalnetz in seiner Organisationsform stabil und flexibel zugleich bleiben. Es versteht sich daher als dynamische Organisation, die sich weiterentwickeln kann und soll.

 Sprecher des Denkmalnetzes Bayern:

  • Birgit Angerer (seit 7. Februar 2020)
    „Besonders im ländlichen Raum fehlt es oft an örtlichen Initiativen. Wenn dort die Denkmal- und Kulturlandschaft zerstört wird, fehlt die attraktive Alternative zum Stadtleben. Das Denkmalnetz ist nötig, um die Akteure, die sich um Schutz oder Beseitigung unseres kulturellen Erbes bemühen, an einen Tisch zu bringen.“

    Studium der Kunstgeschichte (Dr. phil), Klassischen Archäologie und Deutschen und Vergleichenden Volkskunde in München. Museumsvolontariat am Schleswig Holsteinischen Landesmuseum, Mitarbeit am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Danach freiberuflich tätig. Ab 2001 angestellt am Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen, von 2007 bis Ende 2019 als dessen Leiterin. Landesbeauftragte der IgBauernhaus, regionale Ansprechpartnerin  von Kulturerbe Bayern und Heimatpflegerin im Landkreis Schwandorf. Vorträge, Publikationen und Ausstellungen mit Schwerpunkt Kulturgeschichte des ländlichen Raumes.
     
  • Meike Gerchow (seit 13. Januar 2012)
    "Ich betrachte unsere bestehende gebaute Umwelt als eine wertvolle Ressource. Ihre Erhaltung und dafür andere zu gewinnen, liegt mir am Herzen. Das Denkmalnetz verknüpft Wissen und Können vieler engagierter Einzelner. So können wir uns effektiv für unser baukulturelles Erbe einsetzen".

    Studium der Innenarchitektur und Architektur, Aufbaustudium Denkmalpflege. Seit 1991 selbständig mit eigenem Büro in München. Bauvorhaben für öffentliche, kirchliche und private Bauherren, überwiegend im denkmalgeschützten Bereich. Von der Bestandsaufnahme, über Sanierungskonzepte bis hin zur Ausführungsplanung und Objektüberwachung.
    1995 bis 2006 Lehraufträge an FH und TU München, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Stuttgart.
    Mitglied im Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e. V. (AKTLD) und in der Wissenschaftlich-Technischen-Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e. V. (WTA), Arbeitsgruppe Nachhaltige Bauwerkserhaltung, Leitung der Arbeitsgruppe Holzfenster. Fachberatung für Pilotschulen der Aktion „denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
    Vorträge, Veröffentlichungen und Ausstellungen zu denkmalpflegerischen Themen.
  • Bernd Vollmar (seit 20. Juli 2018)
    "Das baukulturelle Erbe prägt wesentlich unsere Umwelt. Für dieses Allgemeingut ist ein breitangelegtes bürgerschaftliches Engagement für das Ganze und den Einzelfall erforderlich und zwar jenseits – m.E. zu kurz gedachter – Formeln wie etwa 'nur Bayern'. Soll bürgerschaftlicher Einsatz wirkungsvoll und zielführend sein, bedarf es neben eines spezifischen, am konkreten Umgang mit dem historischen Baubestand orientieren Wissens auch Kenntnis von Verfahrenswegen und behördlichen Zuständigkeiten. Dazu möchte ich im Denkmalnetz einen Beitrag leisten."
    Bernd Vollmar, Landeskonservator a.D., Studium der Architektur (Dipl.-Ing., FH) und der Kunstgeschichte (Dr. phil.), zunächst Mitarbeiter an der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Nürnberg, danach langjährige Tätigkeit im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München als praktischer Denkmalpfleger (Gebietsreferent in Schwaben und Oberbayern), später Abteilungsleiter der Bau- und Kunstdenkmalpflege in der Dienststelle Nordbayern (Schloss Seehof bei Bamberg) und schließlich bayernweit zuständiger Abteilungsleiter und Stellvertreter des Generalkonservators. Mitglied in verschiedenen denkmalfachlichen Organisationen und Arbeitsgruppen, Lehr- und Vortragstätigkeit, ferner zahlreiche Publikationen zur Denkmalkunde, Architekturtheorie, Energieeffizienz und Barrierefreiheit oder zur Baukultur der Nachkriegszeit (Publikationsliste als PDF zum Download).

Unsere ehemaligen Sprecher

  • Johannes Haslauer (2012 bis März 2017)

    "Lebensräume, die Geschichte und Geschichten erzählen, bedeuten Lebensqualität. Dass wir sie für uns und zukunftige Generationen erhalten, ist für mich eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die wir nur gemeinsam meistern können. Deswegen engagiere ich mich im Denkmalnetz Bayern".
    '
    Studium der Bayerischen und Vergleichenden Landesgeschichte an der LMU München, nebenbei freiberufliche Tätigkeit als Journalist (u.a. Süddeutsche Zeitung). Seit dem ersten Semester Beschäftigung mit denkmalpflegerischen Themen. Promotionsstudiengang mit einem Dissertationsprojekt zur Herrschaftsgeschichte in der Grafschaft Werdenfels (Hohstift Freising) in der Frühen Neuzeit.
    Redakteurstätigkeit beim Historischen Lexikon Bayern, Erschließungsarbeiten im Bayerischen Hauptstaatsarchiv. 2012 Zweites Staatsexamen in der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen. 2013 bis 2016 Leiter des Staatsarchivs Coburg, seit Dezember 2016 Stellvertretender Leiter des Staatsarchivs Bamberg.
    Ehrenamtlich kommunale Kulturarbeit. Gründer und Sprecher der "Freunde des Alten Schulhauses Puchheim-Bahnhof". Seit Juli 2015 Vorsitzender von "Kulturerbe Bayern e.V." (www.kulturerbebayern.de).
     
  • Achim Schröer (2012 bis Mai 2020)
    "Unsere Städte und Dörfer, unsere Lebensräume, gehören uns allen zusammen. Es ist gut und richtig, wenn sich Bürgerinnen und Bürger einmischen und mitgestalten. Gemeinsam können wir dabei mehr erreichen - deswegen gibt es das Denknalnetz Bayern" .
     
    Achim Schröer aus Weilheim studierte Architektur und Stadtplanung in München und Berlin. Als Baurat war er jahrelang bei der Regierung von Oberbayern tätig. Ein Praktikum in einer großen englischen Denkmal-Initiative brachte ihn zur Denkmalpflege – und zum Thema für seine Doktorarbeit. Über "Heritage Governance – Formen und Rahmenbedingungen bürgerschaftlicher Denkmalpflege in England und Deutschland" promoviert er derzeit an der Bauhaus-Universität Weimar.  Im Denkmalnetz ist er Sprecher für Denkmalpolitik und vertritt das Denkmalnetz außerhalb Bayerns.

Stand: 18. Mai 2020