Abbruchwelle wie in den 1970er Jahren – Jurahaus-Verein appelliert an Ministerpräsident Seehofer, die Denkmalpflege zu stärken

Eingestellt von: Denkmalnetz Bayern
Eingestellt am 04.10.2012
Geändert am 10.12.2018

Abbruchwelle wie in den 1970er Jahren – Jurahaus-Verein appelliert an Ministerpräsident Seehofer, die Denkmalpflege zu stärken

Auch der Jurahaus-Verein hat sich mit der Bitte an Ministerpräsident Horst Seehofer gewandt, die Fördermittel für Baudenkmäler im Rahmen des Bayerischen Kulturkonzepts wieder zu erhöhen. Er unterstützt damit die Forderung des Denkmalnetzes Bayern, dem der fast 800 Mitglieder zählende Verein angehört. „Bitte helfen Sie, Bayerns Hauslandschaften zu bewahren!“, lautet der Appell an Seehofer.

Die Vorsitzende Eva Martiny macht in ihrem Schreiben an Seehofer auf die drastischen Folgen der rigorosen Mittelkürzungen der letzten Zeit aufmerksam. In der Region erlebe man derzeit eine Verwahrlosungs- und Abbruchwelle eines Ausmaßes, das die schlimmste Zeit der 1960er und -70er Jahre erreiche, wenn nicht übersteige. Eine Feststellung, die Initiativen und Engagierte vielerorts im Freistaat machen. Bayern droht sein Gesicht zu verlieren.
 
Der Verein bemüht sich ehrenamtlich seit fast dreißig Jahren um den Erhalt der einmaligen Hauslandschaft, die die Altmühlregion prägt. Vorsitzende Martiny appelliert an Seehofer, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege wieder mit Mitteln in vernünftiger Höhe auszustatten und den ausgebluteten Entschädigungsfonds, der für überregional bedeutsame Baudenkmäler eine wichtige Förderungsmöglichkeit darstellt, wieder aufzustocken.

Außerdem macht Martiny den Ministerpräsidenten auf den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam, der bei Gebäuden mit historischer Bedeutung und ortsbildprägendem Charakter besteht, die nicht in die Denkmalliste eingetragen sind. Sie fallen zur Zeit in großer Zahl Neubauprojekten zum Opfer.


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