Der rote Platz in Erlangen
Ein einzigartiges Denkmal der Industriegeschichte in Bayern: Deutsche Stiftung Denkmalschutz fordert die Respektierung des Denkmalschutzes des Siemens-Areals in Erlangen Mitte
Wie kaum ein anderer Ort in Bayern symbolisiert der Rote Platz in Erlangen die Entwicklung vom Agrar- zum Industriestaat – in diesem Fall durch den Zuzug der Firma Siemens. Eingefasst wird er vom kurz nach Kriegsende erbauten Himbeerpalast, der noch ganz im Berliner Siemens-Stil von Hans Hertlein entworfen wurde. Weitere Bauten des Siemens-Architekten Hans Maurer rahmen den Platz ein: ein Hochhaus, die „Elefantentreppe“ und die Kantine, deren Stil von der Nachkriegsmoderne bis zur Postmoderne reicht. Eines der wichtigsten Denkmäler ist ein stilisierter Halbleiterwafer, der von Blasius Gerg mit verschiedenen Gesteinen als Mosaik auf dem Boden des Platzes realisiert wurde. Richtig sichtbar wird das Mosaik erst aus einem der oberen Stockwerke der umliegenden Gebäude.
Wie kaum ein anderer Ort zeigt der Rote Platz in Erlangen die Architektur- und Wirtschaftsgeschichte Bayerns. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz setzt sich nun für seinen Erhalt ein.
Ein kurzer Aufsatz über die Geschichte der Mikroelektronik in Bayern ist 2025 in der „Schöneren Heimat” erschienen:
Barockschloss, Himbeerpalast und Halbleiterindustrie.
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