Stadtheimatpfleger fürchtet um den Ruf Landshuts

Eingestellt von: Denkmalnetz Bayern
Eingestellt am 21.09.2013
Geändert am 10.12.2018

Stadtheimatpfleger fürchtet um den Ruf Landshuts

Angesichts der aktuellen Abbrüche von Baudenkmälern in der Landshuter Altstadt meldet sich nun Stadtheimatpfleger und Denkmalnetzmitglied Gerhard Tausche zu Wort. Landshut sei in den Ruf geraten, dass dort „mit dem Denkmalschutz Schindluder getrieben“ werde. Andere Städte, so Tausche, hätten aber weitaus größere Probleme. Fakt sei, dass in Landshut keineswegs ausschließlich die „Abrissbirnen“ wüten würden.

„Alle Baumaßnahmen werden von der Unteren Denkmalschutzbehörde begleitet und vorab mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgesprochen“, so der Stadtheimatpfleger. In den letzten 23 Jahren seien zwölf eingetragene Einzelbaudenkmäler im gesamten Stadtgebiet abgebrochen worden, gleichzeitig seien 23 Gebäude in die Liste nachgetragen worden. Alle Abbruchbegehren seien genauestens durch das Landesamt für Denkmalpflege geprüft worden. Intakte Denkmäler, bei denen eine Sanierung mit Substanzerhaltung möglich ist, dürften auch in Landshut nicht abgebrochen werden, so Tausche. Die unzähligen positiven Beispiele würden angesichts der Meldungen über die Abbrüche unter den Tisch fallen, fürchtet er.

Das Denkmalnetz Bayern hofft, dass weitere Abbrüche von Denkmälern in Landshut verhindert werden können und appelliert an alle Verantwortlichen, alles zu tun, um gefährdete Objekte zu erhalten. Eigentümer und Stadtverwaltung sind gefordert, bei gefährdeten Objekten in gemeinsamer Anstrengung die Substanz zu sichern und einen Verfall zu verhindern.

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