Mittersendling: Genossenschaft will 153 Altbauwohnungen abreißen
Seit Sommer 2022 ist bekannt, dass die Genossenschaft "Verein für Volkswohnungen" (VfV) ihre Wohnanlage an der Fall-Zechstraße abreißen möchte. Dadurch ginge aber nicht nur ein Baudenkmal verloren, sondern auch der über Jahre gewachsene freundschaftliche Umgang zwischen den Bewohnern.
Eva von Steinburg beleuchtet in ihrem Artikel "München-Mittersendling: 153 Altbauwohnungen vor Abriss – was passiert mit den Mietern?" (AZ, 27.6.24) die Situation vor Ort und die sozialen Folgen.
Die in der Anlage wohnende Genossin Emmy Storr widerspricht im Artikel dem Vorstand der VfV, die Schlauchbäder seien unzeitgemäß: "Für mich ist das Bad gut so. Warum muss ich das modernste und wunderschönste Bad haben? So ist die Miete doch wahnsinnig günstig."
Weiter heißt es: "Die Sorge, dass die Genossenschaft trotz Denkmalstatus an den Abriss-Plänen festhält, ist groß bei den Mietern der Wohnanlage. Denn: Neue Wohnungen wurden nur bis zum 31. Dezember 2024 befristet vermietet. Außerdem hat der VfV vielen Mietern neue Wohnungen aus ihrem Fundus angeboten. 'Die VfV hat kräftig entmietet. Inzwischen stehen über 40 Wohnungen leer.' weiß Mieterbeirat Philip Fickel (34) aus dem BA-Sendling. 'Das gefällt uns natürlich nicht bei der schlimmen Wohnungsnot', sagt der SPD-Mann." [...] Die Mieter in Mittersendling wissen aktuell nicht, wie es weitergeht [...] Emmy Storr wohnt seit 1986 hier. "Alte Bäume verpflanzt man nicht", sagt die Sendlingerin. Sie ärgert sich darüber, dass die Genossenschaft schlecht kommuniziert. "Ich fühlte mich viel zu lange im Unklaren gelassen. Es ist mein Recht, als Mitglied zu erfahren, was passiert. So ist das nicht seriös".[...] Nobs vom Denkmalnetz bittet: ,.Für die Mieter und das Gebäude: Die VfV muss hier endlich eine Entscheidung fällen ."
Artikel von Eva von Steinburg, 27.6.24, Abendzeitung München
Weitere Informationen zur Kleinwohnanlage, Rubrik aufgepasst
Artikel in den Standpunkten, Juli 2023, Münchner Forum (S33 -34)
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