Off-Road: Die Ausstellung Land.schafft.Klang im Freilichtmuseum Glentleiten bietet einen neuen Blick auf die Natur.

23.03.202430.06.2024
Freilichtmuseum Glentleitn

Eingestellt von: Dr. Hanns-Erik Endres
Eingestellt am 04.04.2024

Off-Road: Die Ausstellung Land.schafft.Klang im Freilichtmuseum Glentleiten bietet einen neuen Blick auf die Natur.

Schließen Sie mal Ihre Augen und hören Sie bewusst auf die Geräusche der Natur. Was hören Sie, wenn nicht einmal ein vorbeisummendes Elektrorad die Klänge übertönt?

Der Fotograf Charles Kenwright hat vor einigen Jahren seine Ohren geöffnet, war von den Geräuschen fasziniert und zeichnet sie seitdem auf. Die Umweltingenieurin Lioba Degenfelder hatte die Idee für die Ausstellung und diese auch kuratiert: Hört sich eine fränkische Streuobstwiese genauso an wie eine oberbayerische Alm oder ein Intensivgrünland? Welche Tierarten nehmen wir wahr? Was können wir aus dem Geräusch der Landschaft lernen? In elf Stationen bringt die Ausstellung Struktur in die Klänge und zeigt, wie diese ein Maß für die Artenvielfalt, die Biodiversität, sind. Das Fehlen einzelner Stimmen ist auch ein Zeichen für das Fehlen von Arten. Ein ganz besonderes Ausstellungsstück ist das Requiem für ausgestorbene Arten, das die Musikerin Evi Kegelmayer aus den Lauten ausgestorbener Arten und mit ihrer Geige komponiert hat.

Land.schafft.Klang wurde vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege in Kooperation mit dem Landesbund für Vogelschutz projektiert und von der Rosner & Seidl Stiftung gefördert. Als Wanderausstellung konzipiert, ist sie vom 23. März bis 30. Juni 2024 als erster Station im Freilichtmuseum Glentleitn zu sehen.

Was aber haben Klänge der Natur mit Baukultur zu tun? Ganz einfach, Gebäude und deren Infrastruktur versiegeln den Boden und drängen damit die Natur zurück. Hören Sie doch einfach mal in einen der Höfe der Stadt hinein, vielleicht an einem ruhigen Sonntagvormittag.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es auf deren Website.
Der Bayerische Rundfunk beschreibt hörbar die Ausstellung, das Bayerische Fernsehen bebildert sie.
Und falls sie sich noch mehr inspirieren lassen wollen, dann geben Sie doch einfach in Google das Stichwort „Ökoakustik“ ein.